{"id":71109,"date":"2026-11-05T08:19:06","date_gmt":"2026-11-05T07:19:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cubeserv.com\/?p=71109"},"modified":"2026-11-02T13:29:14","modified_gmt":"2026-11-02T12:29:14","slug":"sap-teched-2026-joule-work-macht-die-einrichtung-einfacher-das-fundament-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cubeserv.com\/de\/sap-teched-2026-joule-work-macht-die-einrichtung-einfacher-das-fundament-bleibt\/","title":{"rendered":"SAP TechEd 2026: Joule Work macht die Einrichtung einfacher, das Fundament bleibt"},"content":{"rendered":"\t\t
Auf der SAP TechEd 2026 in Berlin hat SAP Joule Work und Joule Studio 2.0 in den Mittelpunkt gestellt. Unser wichtigster Takeaway ist ein sehr praktischer. Die Einrichtung von Joule, die bisher viel Handarbeit im BTP-Subaccount bedeutete, \u00fcbernimmt SAP k\u00fcnftig selbst. Damit entf\u00e4llt ein gro\u00dfer Teil dessen, was Joule-Projekte bisher aufwendig
gemacht hat.
Wir k\u00f6nnen das gut einsch\u00e4tzen, weil wir Joule bei vielen Kunden genau auf diesem bisherigen Weg eingef\u00fchrt haben, angebunden an Systeme wie SAP Analytics Cloud, Datasphere und SuccessFactors. Dieser Beitrag zeigt, wie aufwendig das bisher war, was sich mit Joule Work \u00e4ndert und wie Unternehmen den Umstieg jetzt angehen sollten.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t
Der bisherige Weg f\u00fchrt \u00fcber einen eigenen BTP-Subaccount. Bis Joule die erste Frage an ein SAC-Modell beantwortet, ist eine ganze Reihe von Schritten n\u00f6tig. Entitlements zuweisen, Trust zwischen Subaccount und Identity Authentication Service (IAS) einrichten, Benutzerattribute mappen, Trusted Domains pflegen, den Joule Booster mit Formation ausf\u00fchren und schlie\u00dflich SAP Build Work Zone mit Destinations, Content Provider und Rollensync anbinden. Die Screenshots in diesem Abschnitt stammen aus unserer eigenen Demolandschaft, in der wir denselben Weg gegangen sind.
Die meiste Zeit ging dabei nicht in Joule selbst, sondern in das Fundament aus Benutzern und Rechten. Drei Stellen kosten in den Projekten regelm\u00e4\u00dfig die meiste Zeit.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
F\u00fcr das Joule-Onboarding muss der Trust zwischen Subaccount und IAS \u00fcber OpenID Connect laufen. Ein bestehender SAML-Trust reicht nicht. In vielen Kundenlandschaften h\u00e4ngt zus\u00e4tzlich ein Corporate Identity Provider wie Microsoft Entra hinter der IAS, so auch in unserer eigenen.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\tBTP Cockpit, Trust Configuration: Der IAS-Tenant ist als benutzerdefinierter Identity Provider eingetragen, Protokoll OpenID Connect.<\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Der Joule Booster legt Joule und die Formation an, \u00fcber die Joule die angebundenen Systeme kennt. Er setzt voraus, dass Trust, Attribute und Trusted Domains vorher stimmen. F\u00fcr jedes Zielsystem legt die Formation eigene Integrationsdetails fest, und die Synchronisation l\u00e4uft im Hintergrund nach.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Joule Booster, Schritt Pr\u00fcfen: Subaccount, Zielsysteme und die anzulegende Formation auf einen Blick.<\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Formation, Integrationsdetails: F\u00fcr jedes Zielsystem werden Capabilities und Joule-Icon einzeln festgelegt.<\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Damit Joule wei\u00df, welche SAC-Rollen ein Benutzer hat, m\u00fcssen Benutzer und Rollen \u00fcber den Identity Provisioning Service von der SAC nach Work Zone synchronisiert werden. Der erste Lauf scheitert dabei oft nicht an den Rollen, sondern an der Verbindung zum Quellsystem. So war es auch in unserer Demolandschaft. Erst nach der Korrektur kamen dort 65 Gruppen in Work Zone an.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Identity Provisioning: Oben der erste Lauf, der am Quellsystem scheitert. Unten der erfolgreiche Lauf mit 65 Gruppen nach Work Zone.<\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Dazu kommt die Global User ID. Sie muss in allen angebundenen Systemen identisch sein. Weicht sie ab, scheitert die Anfrage mit wenig aussagekr\u00e4ftigen Fehlermeldungen, obwohl Login und Trust funktionieren.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t Joule Work ist die neue, KI-native Arbeitsumgebung rund um Joule, mit Conversations und Spaces. Joule Studio 2.0 wird \u00fcber Joule Work ge\u00f6ffnet und von SAP verwaltet (SAP<\/a>).<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Joule Work, Einstieg: Statt eines Launchpads mit Kacheln steht am Anfang ein Eingabefeld. Agentic Thinking ist standardm\u00e4\u00dfig aktiv. Quelle: SAP, TechEd-2026-Hands-on JW164 (SAP-samples, Apache 2.0).<\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Joule Work, Conversation: Links die Anfrage an einen Agent, rechts seine Antwort mit allen Arbeitsschritten im Detail. Quelle: SAP, TechEd-2026-Hands-on AD161 (SAP-samples, Apache 2.0).<\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Neben den Conversations sind die Spaces der zweite Kern von Joule Work. Ein Space ist ein Arbeitsbereich zu einem Thema, etwa zu offenen Auftr\u00e4gen oder zur Produktionsplanung. Man kann ihn allein nutzen oder gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen daran arbeiten. Man beschreibt in nat\u00fcrlicher Sprache, was man sehen m\u00f6chte, und Joule baut daraus Karten mit Kennzahlen, Diagrammen und Listen aus den angebundenen Systemen. Spaces lassen sich jederzeit per Prompt anpassen, anpinnen und auch mobil nutzen. F\u00fcr uns geh\u00f6ren sie zu den spannendsten Neuerungen rund um Joule Studio 2.0. Sobald Joule Studio 2.0 allgemein verf\u00fcgbar ist, gehen wir in einem eigenen Beitrag ausf\u00fchrlicher darauf ein.<\/p> F\u00fcr die Einrichtung ist vor allem eine Aussage wichtig, die uns SAP im Gespr\u00e4ch auf der TechEd best\u00e4tigt hat. Joule Work wird k\u00fcnftig \u00fcber SAP for Me bestellt, und SAP legt es an. Der Kunde gibt seinen IAS-Tenant und die relevanten Systeme mit, etwa SuccessFactors, SAP Analytics Cloud oder Datasphere. Um den Rest k\u00fcmmert sich SAP, Joule Work ist SAP-managed. Genau die Schritte, die in Kundenprojekten bisher am meisten Zeit kosten, liegen damit bei SAP.<\/p> Auch die Erweiterung von Joule sieht in Joule Work anders aus. Statt Skills im Skill Builder zu modellieren, werden fertige Skills von SAP zu- oder abgeschaltet oder eigene importiert, darunter etwa ein Skill f\u00fcr SuccessFactors HR. Und die Joule Work mobile app verbindet sich direkt mit Joule Work.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Joule Work, Explore Skills: SAP-Skills werden per Schalter aktiviert, eigene Skills lassen sich importieren. Quelle: SAP, TechEd-2026-Hands-on JW164 (SAP-samples, Apache 2.0).<\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Joule Work mobile app: Links wird per Sprache oder Text ein neuer Space angelegt, rechts ein fertiger Space mit Kennzahlen. Quelle: SAP, TechEd-2026-Hands-on JW164 (SAP-samples, Apache 2.0).<\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t Das Fundament lohnt sich in jedem Fall jetzt. Einen konsolidierten IAS, saubere Benutzeridentit\u00e4ten und indexierte SAC-Modelle braucht jeder Weg zu Joule. Wer damit heute beginnt, ist bereit, sobald Joule Work bestellbar ist.<\/p> Den bisherigen Weg \u00fcber den eigenen Subaccount w\u00fcrden wir nur noch gehen, wenn Joule kurzfristig produktiv gebraucht wird. Er funktioniert, wie unser Setup zeigt, kostet aber deutlich mehr Aufwand als das, was SAP mit Joule Work in Aussicht stellt.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Wer heute Skills und Agents in Joule Studio, Classic Edition hat, kann sie weiter nutzen. SAP Build wird nicht abgek\u00fcndigt, und auch eigene Skills f\u00fcr Joule bleiben erhalten. Was ein Enddatum hat, ist das Bauen von Agents in der Classic Edition. Seit der TechEd nimmt sie keine neuen Projekte mehr an.<\/p> F\u00fcr bestehende Inhalte hat SAP auf der TechEd 2026 einen Migrationspfad vorgestellt (Session AD106). Ein KI-gest\u00fctztes Framework in Joule Studio 2.0 liest Classic-Projekte ein, leitet die Absicht dahinter ab und erzeugt daraus eine neue L\u00f6sung. Die Classic Edition bleibt dabei unver\u00e4ndert und l\u00e4uft parallel weiter, bis man umstellt. SAP hat best\u00e4tigt, dass das Migrationsfenster bis Ende Q2 2027 reicht. Eine erste Version des Frameworks ist f\u00fcr Ende November 2026 geplant. Benutzer und Rollen werden nicht \u00fcbernommen, und Verbindungen wie Destinations m\u00fcssen im Ziel vorher eingerichtet sein.<\/p> Der praktische Engpass ist laut SAP die Connectivity. Skills, die SAP-Cloud-L\u00f6sungen \u00fcber Principal Propagation aufrufen, sind in der ersten Welle dabei. Verbindungen \u00fcber OAuth Client Credentials oder Basic Authentication sowie On-Premise-Systeme folgen sp\u00e4ter, ein festes Datum gibt es daf\u00fcr noch nicht.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Der Migrationspfad in f\u00fcnf Schritten. Eigene Darstellung nach SAP TechEd 2026, Session AD106.<\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t F\u00fcr unsere Kunden planen wir die Migration bereits entlang dieser Wellen.<\/p> Wie Joule Studio 2.0 arbeitet, zeigt ein Beispiel aus der TechEd. Statt ein Artefakt zu modellieren, beschreibt der Benutzer in einem Satz, welchen Agent er braucht. Joule Studio stellt daraufhin gezielte R\u00fcckfragen, etwa welche Produktinformationen abgefragt werden sollen und welches Problem damit gel\u00f6st wird. Aus den Antworten entstehen ein Anforderungsdokument, eine Spezifikation und schlie\u00dflich der Agent selbst.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Joule Studio 2.0: Der Benutzer beschreibt im Intent Statement, welchen Agent er braucht, hier einen Agent f\u00fcr Produktstammdaten aus SAP S\/4HANA. Quelle: SAP, TechEd-2026-Hands-on AD161 (SAP-samples, Apache 2.0).<\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Links die R\u00fcckfragen, mit denen Joule Studio die Anforderung sch\u00e4rft, rechts das daraus erzeugte Product Requirements Document mit Zielen und Kennzahlen. Quelle: SAP, TechEd-2026-Hands-on AD161 (SAP-samples, Apache 2.0).<\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t Wir begleiten unsere Kunden auf dem Weg zu Joule Work und Joule Studio 2.0 und teilen unsere Erfahrungen hier weiter.<\/p> Die TechEd hatte weit mehr zu bieten als Joule. Welches Thema besch\u00e4ftigt Sie gerade am meisten? Joule Work und Joule Studio 2.0 im Praxiseinsatz, SAP Business Data Cloud mit SAP Databricks oder Agent-to-Agent-Kommunikation \u00fcber die SAP Integration Suite? Schreiben Sie es uns in die Kommentare. Das meistgenannte Thema greifen wir im n\u00e4chsten Beitrag auf.<\/p> Wenn Sie Joule einf\u00fchren wollen oder vor der Frage stehen, ob Sie jetzt starten oder auf Joule Work warten, beginnen wir gern mit einer kurzen Bestandsaufnahme Ihres IAS und Ihrer Systemlandschaft. Kontaktieren Sie uns<\/a> f\u00fcr ein Beratungsgespr\u00e4ch.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t Auf der SAP TechEd 2026 in Berlin hat SAP Joule Work und Joule Studio 2.0 in den Mittelpunkt gestellt. Unser wichtigster Takeaway ist ein sehr praktischer. Die Einrichtung von Joule, die bisher viel Handarbeit im BTP-Subaccount bedeutete, \u00fcbernimmt SAP k\u00fcnftig selbst. Damit entf\u00e4llt ein gro\u00dfer Teil dessen, was Joule-Projekte bisher aufwendig gemacht hat. Wir k\u00f6nnen … Weiterlesen …<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":142,"featured_media":71149,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"content-type":"","footnotes":""},"categories":[825,28],"tags":[687,870],"class_list":["post-71109","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kuenstliche-intelligenz","category-sap-analytics-cloud","tag-ai","tag-sap-business-analytics"],"acf":[],"yoast_head":"\nStolperstein 2: Booster und Formation<\/h3>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\tStolperstein 3: Der Rollensync \u00fcber Work Zone<\/h3>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\tWas sich mit Joule Work \u00e4ndert<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
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\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\tUnsere Einordnung: jetzt starten oder auf Joule Work warten?<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
Und was ist mit Joule Studio, Classic Edition?<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
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\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\tAusblick<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
Quellen<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t