{"id":69413,"date":"2026-06-26T10:14:25","date_gmt":"2026-06-26T08:14:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cubeserv.com\/?p=69413"},"modified":"2026-06-29T15:31:03","modified_gmt":"2026-06-29T13:31:03","slug":"die-facetten-der-ai-governance-ein-ueberblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cubeserv.com\/de\/die-facetten-der-ai-governance-ein-ueberblick\/","title":{"rendered":"Die Facetten der AI Governance: Ein \u00dcberblick"},"content":{"rendered":"\t\t
Im letzten Beitrag<\/a> haben wir beschrieben, warum AI Governance (AIG) f\u00fcr Unternehmen immer relevanter wird. Die n\u00e4chste Frage lautet deshalb nicht mehr, ob<\/em> Governance n\u00f6tig ist, sondern wie<\/em> sie sich im Unternehmen konkret fassen l\u00e4sst.<\/p> Wie dringlich diese Frage ist, zeigt eine Zahl von IBM: 38% der Mitarbeitenden geben an, sensible Unternehmensinformationen ohne Erlaubnis mit AI-Tools zu teilen\u00b9<\/span><\/em>. Sp\u00e4testens daran wird deutlich, dass es beim Einsatz von AI nicht bei der Wahl eines einzelnen Tools bleiben kann. Sobald Unternehmen AI ernsthaft in ihre Abl\u00e4ufe integrieren wollen, stellen sich weiterf\u00fchrende Fragen:<\/p> Wenn im Unternehmenskontext von AIG<\/strong> die Rede ist, sind damit h\u00e4ufig genau diese Strukturen hinter dem AI-Einsatz gemeint. Also nicht nur einzelne Vorgaben, sondern das Zusammenspiel aus Zust\u00e4ndigkeiten, Prozessen, Mechanismen und Zielzust\u00e4nden, das AI im Unternehmen \u00fcberhaupt steuerbar macht. Genau daf\u00fcr hilft ein strukturiertes Gesamtbild. Es zeigt, welche Bereiche von AIG betroffen sind, worauf sie abzielt, mit welchen Hebeln sie wirkt und welche Einfl\u00fcsse dabei eine Rolle spielen<\/strong>.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t vgl. Schneider et al., 2024 \u00b2<\/span><\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t AIG richtet sich auf mehrere Bereiche im Unternehmen zugleich. In jedem dieser Bereiche geht es darum, einen heutigen Ausgangspunkt in einen verantwortbaren Zielzustand zu \u00fcberf\u00fchren. Anschaulich wird das am Beispiel eines Unternehmens, das Generative AI nutzen m\u00f6chte, um Angebote schneller zu erstellen<\/strong>.<\/p> Bei den Daten<\/strong> geht es darum, von einer uneinheitlichen oder unsicheren Nutzung zu klaren Regeln zu kommen: Welche Informationen d\u00fcrfen verwendet werden, aus welchen Quellen stammen sie und wie werden Qualit\u00e4t, Aktualit\u00e4t und Sicherheit sichergestellt? Beim Modell<\/strong> f\u00fchrt der Weg von einer spontanen Tool-Wahl zu einer bewussten Entscheidung, welche L\u00f6sung in Bezug auf Hosting, Anpassbarkeit, Leistungsf\u00e4higkeit und Risikoprofil zum Anwendungsfall passt. Auch auf Systemebene<\/strong> geht es um Entwicklung: Aus einer isolierten Anwendung, in die Informationen manuell kopiert werden, soll eine Einbindung werden, die verl\u00e4sslich funktioniert und transparent macht, wie Ergebnisse entstehen und kontrolliert werden k\u00f6nnen. Bei den Menschen<\/strong> beschreibt AIG den \u00dcbergang von punktueller, individueller Nutzung hin zu einem Zustand, in dem Mitarbeitende AI kompetent einsetzen, Ergebnisse kritisch pr\u00fcfen und ihre Rolle in der Zusammenarbeit mit dem System verstehen. Und auf organisatorischer Ebene<\/strong> geht es darum, von unklaren Zust\u00e4ndigkeiten zu einer Struktur zu kommen, in der Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege fest verankert sind .<\/p> AIG betrachtet damit nicht nur, was<\/strong> im Unternehmen vom AI-Einsatz betroffen ist, sondern immer auch, wohin<\/strong> sich diese Bereiche entwickeln sollen.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t Zwischen dem heutigen Ausgangspunkt und dem angestrebten Zielzustand liegt die eigentliche Umsetzungsarbeit. Genau hier setzen die Governance-Mechanismen an. Sie beschreiben, mit welchen Hebeln ein Unternehmen Daten, Modelle, Systeme, Menschen und Organisation gezielt steuern kann .<\/p> Ein Teil dieser Steuerung ist strukturell<\/strong>. Gemeint sind klare Rollen, Zust\u00e4ndigkeiten und Entscheidungswege. Wenn Generative AI etwa im Angebotsprozess eingesetzt wird, muss festgelegt sein, wer \u00fcber Tools entscheidet, wer Risiken bewertet und wer Verantwortung tr\u00e4gt. Hinzu kommen prozessuale Mechanismen<\/strong> wie Freigaben f\u00fcr neue Anwendungsf\u00e4lle, Vorgaben f\u00fcr den Umgang mit sensiblen Daten oder ein regelm\u00e4\u00dfiges Monitoring. Ebenso wichtig sind relationale Mechanismen<\/strong> wie Kommunikation, Schulung und Austausch, damit Mitarbeitende verstehen, welche Leitplanken gelten und wie Ergebnisse einzuordnen sind. Erg\u00e4nzt wird das durch technische Mechanismen<\/strong> wie Zugriffsbeschr\u00e4nkungen, Filter oder Guardrails, die riskante Eingaben und problematische Ausgaben begrenzen k\u00f6nnen. Erst das Zusammenspiel dieser Hebel macht aus Zielzust\u00e4nden gelebte Governance.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t AIG entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie wird von \u00e4u\u00dferen und inneren Einfl\u00fcssen gepr\u00e4gt und sie soll zugleich konkrete Wirkungen im Unternehmen entfalten.<\/p> Zu den \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcssen<\/strong> geh\u00f6ren rechtliche und regulatorische Anforderungen, branchenspezifische Rahmenbedingungen und der Markt, in dem sich ein Unternehmen bewegt. Daneben wirken interne Einfl\u00fcsse<\/strong> wie die strategische Ausrichtung, die vorhandene AI-Kompetenz, die Kosten-Nutzen-Abw\u00e4gung und die Frage, f\u00fcr welche Aufgaben AI \u00fcberhaupt sinnvoll eingesetzt werden kann. Wenn AIG diese Einfl\u00fcsse in tragf\u00e4hige Strukturen \u00fcbersetzt, entstehen daraus Konsequenzen<\/strong>: ein sichererer Umgang mit Daten, eine bessere Steuerbarkeit von AI-Systemen, mehr Transparenz in Entscheidungen und eine verl\u00e4sslichere Zusammenarbeit zwischen Mensch und AI. Im Idealfall reduziert Governance also nicht nur Risiken, sondern schafft die Grundlage daf\u00fcr, dass AI im Unternehmen wirksam, nachvollziehbar und dauerhaft nutzbar wird.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t Wer AIG im eigenen Unternehmen greifbar machen m\u00f6chte, sollte nicht mit der gesamten AI-Landschaft beginnen, sondern mit einem konkreten Anwendungsfall<\/strong>, etwa aus Vertrieb, Kundenservice oder Wissensmanagement. Pr\u00fcfen Sie diesen Use Case zun\u00e4chst entlang der Bereiche, die vom AI-Einsatz betroffen sind:<\/p> Pr\u00fcfen Sie anschlie\u00dfend die Mechanismen der Steuerung:<\/p> Schon diese erste Einordnung macht sichtbar, wo AIG im Unternehmen bereits angelegt ist und wo noch L\u00fccken bestehen. Genau an diesem Punkt setzt auch unser Vorgehen bei CubeServ an: Wir helfen Unternehmen dabei, aus einzelnen Anwendungsf\u00e4llen einen praxistauglichen und tragf\u00e4higen Governance-Rahmen zu entwickeln.<\/p> Sprechen Sie uns an!<\/strong><\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Autor Philipp Riedi und Co-Autorin Helene Dinse<\/strong><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Quellen:<\/p> \u00b9 Krantz, T., Jonker, A., & McGrath, A. (o. D.). What is shadow AI?<\/i> IBM. https:\/\/www.ibm.com\/think\/topics\/shadow-ai<\/a><\/span><\/p> \u00b2 Schneider, J., Kuss, P., Abraham, R., & Meske, C. (2025). Governance of generative artificial intelligence for companies<\/i>. arXiv.<\/span><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t
\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\tScope und Zielzust\u00e4nde – von der Ausgangslage zum gew\u00fcnschten Zustand<\/strong><\/h3>
Mechanismen – wie aus Zielzust\u00e4nden gelebte Governance wird<\/strong><\/h3>
Einfl\u00fcsse und Konsequenzen – was AIG pr\u00e4gt und was sie bewirken soll<\/strong><\/h3>
Ein erster praktischer Schritt<\/strong><\/h3>
\n\t\t\t\t\tVereinbaren Sie jetzt Ihren<\/span>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\tExpert Call.<\/span>\n\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\tWir freuen uns \u00fcber Ihre Nachricht.<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/h3>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t
\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\n\t\t\tPhilipp Riedi<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t
\n\t\t\t\t\t\t\t