Diese "Composite Applications" verbinden also die Interaktivität und Vielseitigkeit von Desktop-Software mit der Integrationstiefe von SAP-Unternehmensanwendungen. Man spricht dabei auch von so genannten "Zero Footprint-Applikationen", da sie weder auf dem Clientsystem installiert werden müssen, noch Templates oder Cookies auf dem Desktop hinterlassen.
Darüber hinaus erleichtert der SAP NetWeaver Visual Composer das Erstellen von Portal-Inhalten für das SAP Enterprise Portal 6.0 bzw. 7.0. Er liefert die hoch entwickelten, aber einfach zu verwendenden Werkzeuge, um Portal-iViews zu erstellen, die die Prozessdaten der Backend-Systeme verarbeiten. Der Visual Composer setzt auf dem Portal auf und verwendet die Benutzerablage des Portals, sodass kein zusätzlicher Administrationsaufwand für den Visual Composer entsteht. Des Weiteren verwendet der Visual Composer auch das Portal-Connector-Framework, um Benutzern viele Datenquellen anzubieten. Dies können Daten aus SAP-Systemen oder Non-SAP-Systemen sein, z.B. CRM-Daten aus Siebel-Systemen, oder Daten aus beliebigen Datenbanken wie MS SQL, Informix, Oracle etc.
Der Visual Composer ist eine Ergänzung zu den vorhandenen Entwicklungstools der SAP wie etwa dem Developer Studio und dem BI Web Application Designer. Eine Haupteigenschaft des Visual Composer ist es, auf Daten von beliebigen Backend-Systemen (also z.B. SAP-Systeme, SAP BI-Systeme, JDBC-Systeme und Non-SAP-Systeme) in einer Anwendung zuzugreifen und diese auf einer Oberfläche anzuzeigen. Die Ausgabe kann in verschiedenen UI-Technologien wie Web Dynpro und Adobe Flex erfolgen.
Da der Visual Composer eine vollständig webbasierte Anwendung ist, können Unternehmensberater mit Geschäftsanwendern (Content Experts) von jedem Client-PC aus neue Seiten und iViews nach Belieben erstellen oder verändern. Die Entwicklungsumgebung für den Visual Composer benötigt jedoch SAP NetWeaver 2004s mit SPS 8, wobei die entwickelten Portal-iViews auch unter SAP NetWeaver ´04 mit SPS 14 und höher lauffähig sind.
Features des Visual Composer Die Datenquellen Der Visual Composer greift über das Portal auf die im Backend liegenden Queries, Query-Views, Business APIs (BAPIs) sowie weitere Datenquellen zu und liefert die Daten an die entsprechenden iViews im Visual Composer.
Die User Interface Logic (Ablauflogik auf der Benutzerseite) Die User Interface (UI) Logic definiert, welche UI-Elemente (Buttons, Tables, Grafiken etc.) dem Anwender zur Laufzeit angezeit werden, und wie sie untereinander agieren sollen. Die gesamte UI-Logik wird durch Drag & Drop von Symbolen, die die UI-Elemente repräsentieren, erstellt. Der Visual Composer erzeugt dann den darunter liegenden Code.
Das Layout Das Layout bestimmt die visuellen Aspekte der iViews, die über "What you see is what you get"-Tools verändert werden können.
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