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Logistikbeitrag zum Unternehmensergebnis – gezielt planen, messen, steuernzurückzurück zum Hauptthema
 

Zunehmender Wettbewerbsdruck, rückläufige Umsätze, drückende Ertragslage – Kosteneinsparungen sind unvermeidlich, und die Opferrolle zur wirkungsvollen Kostensenkung droht wie immer den so genannten "Support-Bereichen" wie z.B. der Logistik (oder neudeutsch: Supply Chain Management). Als Logistikchef verfügen Sie jedoch seit geraumer Zeit über ein kennzahlenbasiertes Steuerungsinstrument. Dessen Bedeutung liegt sowohl in der strategischen Steuerung des Logistik-Bereichs als auch in der Transparenz und Kommunikation der Logistikleistung gegenüber Management und Mitarbeitern. Neben Kennzahlen wie Bestandskosten, Qualitätskosten, Absatzplangenauigkeit und Einkaufserfolg ist Ihre oberste Führungskennzahl der Kostenergebnisbeitrag zu Net Sales – oder in anderen Worten: der Logistikbeitrag zum Unternehmensergebnis. Diese Kennzahlen sind natürlich nicht auf der grünen Wiese entwickelt, sondern von Zielen der Unternehmensstrategie abgeleitet. Somit ist gewährleistet, dass Ressourcen und Massnahmen gezielt strategisch und wertschöpfend ein- bzw. umgesetzt werden.

Wo stehen wir heute? Wir wissen zwar, dass, wo und wie Kosten optimiert, Lieferantenbeziehungen verbessert, neue Einkaufsplattformen entwickelt und Absatzplangenauigkeiten gesteigert werden müssen.
Die Fülle an Massnahmen und Tätigkeiten im Rahmen des operativen Geschäfts bindet uns jedoch nicht nur zeitlich, sondern lässt auch mental wenig Spielraum für Fragen nach dem Wesentlichen, nämlich: "Was ist unsere Strategie? Wie können wir sie umsetzen? Wo liegen die (verborgenen) Potenziale? Investieren wir unsere Ressourcen wertschöpfend?" Was bedeutet es nun, all jene Fragen nicht nur punktuell oder gar "im stillen Kämmerlein" zu stellen, sondern strukturiert zu erörtern und schliesslich umzusetzen? Es geht um einen strukturierten Führungs- und Steuerungsprozess, in dem regelmässig die Strategie und deren Umsetzung überwacht, erörtert und entsprechend gesteuert wird.

Der erste Schritt zum Wertbeitrag – die Entwicklung des Steuerungsinstruments
Das Instrument dazu kann ein – wie auch immer genanntes – Steuerungsinstrument sein, nennen wir es Balanced Scorecard (BSC), KPI-Framework, Logistik-Cockpit o.Ä. Dessen Erarbeitung ist der erste Schritt zur Steuerung des Konzernergebnisbeitrags der Logistik. Ein erster Schritt, der wenig Zeit des Management-Teams beansprucht und zugleich grosse Wirkung erzielt: Die Organisation wird inhaltlich "auf strategischen Kurs" gebracht, indem die Strategie diskutiert und konkrete Ziele und Massnahmen abgeleitet werden. Zur Erarbeitung eines kennzahlenbasierten Steuerungsinstruments eignet sich folgende Vorgehensweise.

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Balanced Scorecard Strategy Map - Supply Chain Management
Balanced Scorecard Strategy Map
Supply Chain Management
Vorgehensweise zur Erarbeitung eines kennzahlenbasierten Steuerungsinstruments
Vorgehensweise zur Erarbeitung
eines kennzahlenbasierten Steuerungsinstruments
Planungsprozess
Planungsprozess
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Die Wirksamkeit erhöhen – "Kaskadieren" des Steuerungsinstruments
Was für die Gesamtlogistik gilt, gilt natürlich auch für die einzelnen Bereiche der Logistik. Zugunsten einer effizienten Steuerung empfehlen wir daher das "Herunterbrechen" (Kaskadieren) des Steuerungsansatzes auf die Logistikbereiche. Je nach Anforderung (Grösse des Bereichs, Komplexität der Geschäftsprozesse, "Readiness" für einen solchen Steuerungsansatz) kann dies z.B. in Form einer BSC oder eines KPI-Frameworks für die Bereiche erfolgen. Wo die BSC von einer eigenen Bereichsstrategie ausgeht, orientiert sich der KPI-Framework an den kritischen Erfolgsfaktoren pro Geschäftsprozess. Letzterer ist damit deutlich operativer. Häufig erweist sich ein KPI-Framework für die Logistikbereiche als angemessener, da die KPIs sehr nah am vertrauten Geschäft sind und damit die Steuerungsfähigkeit schneller und gezielter erreicht werden kann.

Grundsätzlich gilt für BSC wie KPI-Framework, dass ein pragmatischer Ansatz die Akzeptanz der neuen Steuerungsmethodik mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit gewährleistet. Daher sollte im Anfangsstadium einer solchen Steuerungsmethodik nicht die Entwicklung komplexer Kennzahlenberechnungen stehen, sondern vielmehr ein für die Beteiligten und Betroffenen verständlicher Ansatz gewählt werden. Steuerungsfähigkeit oder Qualität der Massnahmen werden nicht dadurch beeinträchtigt, dass am Ende des Einführungsprozesses noch keine 100%-Lösung vorliegt. Im Gegenteil: Instrumente dieser Art durchlaufen einen notwendigen Reifeprozess, während dessen Ziele überdacht, Kennzahlen angepasst, der neue Steuerungsprozess erlernt, Kennzahlen ermittelt und automatisiert werden. Daher sollte ein Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten nach Einführung als "Warm-up-Phase" angesetzt werden. Gerade in dieser Phase ist jedoch eine grosse Disziplin des Managements gefragt: Es muss auf die Vervollständigung des Instruments hinwirken und die Agenden der Management-Meetings konsequent an BSC oder KPI-Framework orientieren.

Effizienzsteigerung durch Planungsintegration
Dieser Reifeprozess ist insofern von Bedeutung, da das Steuerungsinstrument über kurz oder lang zum strategischen Baustein im Planungsprozess wird. Nur durch die lückenlose Verknüpfung der strategischen Planung mit den Teilplänen der operativen Planung (Produktions-, Kapazitäts-, Investitionsplanung etc.) ist gewährleistet, dass die strategischen Vorgaben auch umgesetzt werden. Daher müssen strategische Ziele und KPIs für die operative Planung verständlich und präzise formuliert werden und die kontinuierliche Abstimmung muss zwischen beiden Planungsebenen gewährleistet sein.

Um diesen integrierten Planungsprozess so effizient wie möglich zu gestalten, empfiehlt sich die systemtechnische Unterstützung durch eine adäquate Softwarelösung. Statt einer Vielzahl manueller Planungsaktivitäten in unzähligen Excel-basierten Planungsversionen, werden heute integrierte Softwarelösungen eingesetzt. Ausgereifte Technik und anwenderfreundliche Funktionalität gewährleisten eine kosteneffiziente Planung und gute Plandatenqualität.

Fazit
Wollen Sie die Rolle der Logistik im Unternehmen stärken, so kommen Sie um folgende Massnahmen nicht herum:
1. Unterstützung der Unternehmensstrategie durch gezielte Massnahmen sicherstellen
2. Leistungen und Wertbeitrag gegenüber Unternehmensleitung und Kunden transparent machen
3. Leistungen und Wertbeitrag in einem strukturierten Prozess planen, umsetzen und messen

Ihr Ansprechpartner bei CubeServ:
Marc Friedrichsen
Head Competence Center Performance Management
Mobile: +41 79 405 94 01 - Telefon: +41 55 224 30 00
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